Liebe Besucherin, lieber Besucher der WebSite.

Sie werden sich vielleicht die Frage stellen, warum brauchen wir und was ist die „Deutsche Museumswerft“?

Nun, der erste Grund ist, dass den Menschen in unserem Lande nicht bewusst zu sein schein, dass „unser fragloser Wohlstand eben nicht durch den Transport von Waren auf Ochsenkarren an Land entstanden ist, sondern vielmehr durch den erfolgreichen Handel von Gütern aller Art auf dem Wasser“! Dieses Bewusstsein zu stärken, darin sieht die „Deutsche Museumswerft“ ihre primäre Aufgabe.

Jedoch gibt es noch andere Gründe: In Deutschland geben immer mehr grosse und kleine Werften auf oder müssen sogar Insolvenz anmelden. Dadurch geht ein kaum zu ersetzendes hiesiges technisches Wissen an handwerklichen Fähigkeiten verloren. Aber auch wichtige Unterlagen für die Wissenschaft über den Schiffbau wandern den Weg allen Vergänglichen. Gerade in den kleineren Werftbetrieben ist bei uns die Kenntnis über einen authentischen Schiffbau kaum noch vorhanden, so dass Eigner historischer, traditioneller oder klassischer Schiffe diese bei Reparaturen und sonstigen Problemen eher nach Dänemark, den Niederlanden oder in das sonstige Ausland bringen (in der Ostsee sollen es bei traditionellen Schiffen bis zu 65 % sein!), denn dort kennt man sich noch aus! – Gleichzeitig ist seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Entwicklung erkennbar, die als positive Rückbesinnung zu bezeichnen ist. Das letzte wirkliche sehr grosse maritime Ereignis in Deutschland, die von Herrn Henning Goes und seinem damaligen Team perfekt organisierte „Sail Bremerhaven 2005“, hat mit ihren rund 1,8 Millionen begeisterten Besuchern trotz schlechten Wetters und gleichzeitiger (leider konkurrierender) „Hanse-Sail“ in Rostock den Beweis dafür erbracht, dass die Menschen immer mehr Freude an alten Schiffen haben, ja, auch gerne auf einem solchen mitfahren oder ein solches gar besitzen möchten. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieses Sich-Rückbesinnen als Kontrapunkt anzusehen ist und seine Ursache in der rasant wachsenden Technisierung unserer Umwelt hat; es hat sich eine regelrechte Retrospektive entwickelt (und nicht nur im maritimen Bereich!).

Dem Satz „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft prägen“ fühlt sich die „Deutsche Museumswerft“ verpflichtet und hat sich zur Aufgabe gemacht, dem Wunsche der Menschen in dieser Hinsicht Rechnung zu tragen und dafür zu sorgen, dass Schiffbau-techniken und überhaupt das gesamte Wissen auf diesem Gebiet in Deutschland nicht verloren gehen. In anderen Ländern ist man in dieser Hinsicht um viele Jahre (ja, Jahrzehnte) weiter und unterstützt das maritime Erbe auch von staatlicher Seite. Dort werden Schiffe erhalten, Nachbauten (Repliken) in grösseren Dimensionen hergestellt, Verkäufe in das Ausland von höchster Stelle ggf. verhindert (wie wir selbst in Dänemark erleben mussten, als unsererseits Interesse an einer Übernahme der dänischen Isefjord von 1875 bekundetet wurde und der Kauf eigentlich schon perfekt gewesen war) und man ist stolz auf die eigene Tradition. Auch Deutschland braucht sich mit seiner über 1000-jährigen maritimen Vergangenheit hinter keinem anderen Land verstecken, doch die Realität sieht leider seit vielen Jahren ganz, ganz anders aus. Gerade der Bereich der traditionellen Arbeits- oder historischen Schiffe führt - im Gegensatz zu unseren Nachbarn in Dänemark, den Niederlanden und anderen Ländern - bisher in Deutschland ein eher stiefmütterliches Dasein. Zudem werden die Vorschriften für das In-Fahrt-halten traditioneller Schiffe bei uns immer mehr verschärft, so dass für sehr viele Eigner der weitere Erhalt ihres Schiffes in Frage gestellt ist. Die Konsequenz wäre, dass in Deutschland die Anzahl dieser Schiffe rapide abnimmt und dadurch ein wichtiges Element unserer Tradition verlorengeht.


Was aber hat die „Deutsche Museumswerft“ - auch „DMW“ genannt - vor? Sie ist grundsätzlich keine passive oder statische Institution, wie es Museen leider üblicherweise sind! Auf ihr wird gearbeitet (auch mit Besuchern) und dafür gesorgt, dass Kenntnisse weitergegeben werden und somit eben nicht verloren gehen. Als Dienstleister versteht sich die DMW, wenn es darum geht, helfen zu können. Helfen zu können, damit auch in unserem Lande „alte“ Schiffe eine Zukunft haben und nicht in das Ausland verkauft/versteigert (siehe hierzu z.B. die Problematik um die 12er Ostwind und Westwind und den anderen älteren Segelschiffen der Bundesmarine oder die verschärfenden Bestimmungen der „BG-Verkehr“, ehemals „SeeBG“, im Jahre 2009) oder gar verschrottet/abgebrochen werden. Darum ist es dringend notwendig, die Öffentlichkeit zu mobilisieren, um eine breite Basis des Verständnisses zu schaffen und die Menschen zur Erkenntnis kommen zu lassen, dass auf diesem Gebiet bei uns endlich mehr getan werden muss und dass sich unsere maritime Vergangenheit eben nicht allein auf wenige Jahre des letzte Jahrhunderts erstreckt!

In diesem Sinne hat der im Herbst 2004 gegründete gemeinnützige „Förderverein Deutsche Museumswerft e.V.“ (kurz als „FVDMW“ bezeichnet) die Aufgabe übernommen, Wegbereiter für die „Deutsche Museumswerft“ zu sein, sozusagen die Werbung dafür zu organisieren und alle Massnahmen zu treffen, um die Notwendigkeit dieser Werft im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Diese Öffentlichkeitsarbeit dazu hat auf der boot 2005 in Düsseldorf begonnen und sich seitdem dort und u.a. bei verschiedenen anderen Messen und Veranstaltungen sehr erfolgreich fortgesetzt.

Ausserdem gibt der Förderverein seit März 2005 eine Mitglieder-Zeitschrift heraus, die jedes Vierteljahr erscheint. Von anfänglich 16 Seiten und einer Auflage von 150 Exemplaren ist diese Publikation inzwischen auf 44 Seiten mit einer Auflage von 550 Exemplaren ange-wachsen (im Dezember zur boot wenigstens 48 Seiten und eine Auflage von mindestens 700 Exemplaren). Inhaltlich wird u.a. über den FVDMW berichtet, über die Entwicklung des Vorhabens „Deutsche Museumswerft“ unterrichtet und zudem u.a. über verschiedenste Aspekte unserer maritimen Geschichte, Buchbesprechungen, Vorstellung maritimer Künstler, verbunden mit rechtlichen und steuerlichen Informationen für Eigner von traditionellen, klassischen und anderen Schiffen. – Ebenso existiert seit Anfang 2005 diese WebSite, die über das umfangreiche Vorhaben in der Hansestadt Lübeck berichtet und sich mit ihren sehr vielen zusätzlichen Informationen als Dienstleister versteht.

Helfen auch Sie mit, unser maritimes Kulturgut zu erhalten! Helfen auch Sie mit, damit das handwerkliche Können auf diesem Gebiet auch in Deutschland endlich eine Heimstatt erhält! Helfen auch Sie mit, um eine breite Basis in der Bevölkerung für unsere maritime Tradition zu schaffen! ......denn nochmals: „unser heutiger Wohlstand hat seinen Ursprung im Handel auf dem Wasser und nicht über Land“!



aktuelle Informationen - aktuelle Informationen - aktuelle Informationen - aktuelle

  • Durch die Aktivitäten der Stadt Lübeck gegen die Industriebtriebe auf dem linken Trave-Ufer (zu denen auch der neue Eigentümer derjenigen Flächen gehört, die für die „Deutsche Museumswerft“ vorgesehen sind), gestalten sich unsere Verhandlungen z.Z. sehr zähflüssig, da die vorhandenen Betriebe vorerst ihre eigene Existenz sichern müssen. – Lesen Sie dazu unter „Tätigkeiten“.

  • Zur boot 2012 (21.-29.01.2012) hat der Förderverein zum 8.Male in Düsseldorf in der Halle 15 auf seinem knapp 1.000 qm umfassenden Stand A 05/A06 wieder eine sehenswerte Präsentation organisiert und wirbt für den Erhalt unserer historischen, maritimen und klassischen Tradition und sein Vorhaben in der Hansestadt Lübeck.
Dazu der Text unserer 1.Presse-Mitteilung zur boot 2012:
  • Kaleidoskop des Maritimen“

    ..., das oben genannte Motto steht für die 2012er Präsentation des gemeinnützigen „Förderverein Deutsche Museumswerft e.V.“ auf der 43. boot in Düsseldorf, wo wir zum 8. Male in Folge einen attraktiven und besucherorientierten Stand gestalten werden. – Abermals sind wir auf dem Stand A 05/06 in Halle 15 zu finden und bieten auf knapp 1.000 qm eine äusserst interessante Mischung des Maritimen.

    Neben einem umfangreichen Vortrags- und Filmprogramm auf dem 2007 von uns zusätzlich initiierte „Classic Forum“ finden dort auch Podiumsdiskussionen zum Thema „Schleifen und Streichen“ statt.

    Als eine besondere Attraktion wird (wahrscheinlich erstmalig überhaupt während der boot) auf dem Forum am 28.01., 11.00 Uhr, eine private Versteigerung von bis zu 80 verschiedensten maritimen Gegenständen (z.B. Bilder & Bücher, Modell- & Buddelschiffe, nautische Instrumente & nautische Antiquitäten, Gebrauchsgegenstände für Schiffe usw.) veranstaltet. Der Startpreis liegt zumeist zwischen 10 und 650 Euro. Als „highlight“ steht ein Motorboot vom Typ „Boesch“ aus dem Jahre 1971 ebenfalls zur Versteigerung (der Startpreis liegt „etwas“ höher denn 650 Euro)! Alle zu versteigernden Objekte befinden sich während der Messezeit auf dem Stand. – Das Programm und die Dezember-Ausgabe unserer Mitglieder-Zeitschrift liegen diesem Schreiben als Anlage bei, während der Versteigerungskatalog am Stand erhältlich ist.

    Auf unserer Standfläche werden zudem an Schiffen u.ä. geboten:

    Motorboot, Typ: „Chris Craft, 19’ Silver Arrow”, 1959
    Motorboot, Typ: „Boesch, Lemania de Luxe, 580“, 1971
    Dampfboot, 2010
    Wikingerboot (Nachbau), 9.Jhd./2009
    Segelyacht, Typ: „Trintella, Ia 29“, 1969
    Segelboot, Typ: „York-Boot“ (Nachbau), 18.Jhd./2009
    Segelboot, Typ: „L-Boot“ / Binnenkielklasse, 1922
    Segelboot (holländisch), ca. 1950er
    Ruderboot, Typ: „Årby-Boot“ (Nachbau), 9.Jhd./2005
    Ruderboot, Typ: „Peapod“ (Nachbau), 19.Jhd./2008
    Wandersegelkanu (Nachbau / Entwurf: Artur Tiller), 1930er/2011
    Spantengerüst für den Nachbau eines Zees-Bootes aus den 1930er Jahren

    Interessant ist dabei besonders das Wandersegelkanu, an dem ein heute 81-jähriger Zimmermann aus Schleiden/Eifel 20 Jahre gearbeitet hat und welches 2011 seinen Jungfernfahrt am Rursee erlebte.

                an Aktionen u.a.
                            Bootsbau               =     Nachbau eines „York-Bootes“
                                                       =     Restaurierung einer „Trintella“
                            Segelmacherei
                            FancyWorks & Seilerei
                            Marinemalerei
                            Holzbildhauerei
                            Schiffsmodellbauerei

    Als besondere Aktionen sind die Bootsbauarbeiten an den zwei Schiffen zu betrachten. Zum Einen wird an der „Trintella“ im Rahmen ihrer umfangreichen Restaurierung die Bearbeitung von Holz, Metall und Kunststoff demonstriert. – Bei dem Nachbau eines „York-Bootes“ handelt sich um ein Vorhaben, dass 2013 mit dem Befahren des Yukon im Nordwesten Kanadas bis an die Beringsee in Alaska ihren Höhepunkt finden wird (siehe auch: www.new-historical-adventure.de).

    Weiter präsentieren wir den Besuchern unterschiedliche Modellschiffe bis zu einer Länge von 170 cm! – In den zahlreichen Vitrinen sind wieder verschiedenste interessante Ausstellungsstücke zu sehen (nautische Antiquitäten, kleine papierne präzise Schiffsmodelle im Verhältnis 1:1250 (!), maritime Gebrauchsgegenstände usw.).

    Die in der Vitrine an der Zentral-Theke befindlichen Dingen können zudem käuflich erworben werden, wodurch der Förderverein in seiner Arbeit unterstützt wird.

    Selbstverständlich informieren wir über den Fortgang unseres umfangreichen Vorhabens in der Hansestadt Lübeck, den Aufbau der „Deutschen Museumswerft“ und das danach folgende Projekt, den 1 zu 1-Nachbau der Adler von Lübeck aus dem 16.Jahrhundert. Dazu ist wieder der Hauptspant dieses Schiffes auf einem Gross-Poster zu sehen (ca. 11,50x16,00 m!).

    Wie in jedem Jahr stehen auf dem Stand sämtliche Beteiligte allen Besuchern wieder ausführlich Rede und Antwort und helfen beim Lösen von Problemen.


  • Es gibt demzufolge genügend Gründe Mitglied im Förderverein zu werden! Die Vereinssatzung, die Beitragssatzung und einen Aufnahmeantrag können Sie sich unter „Förderverein“ als pdf-Dateien herunterladen.

  • ...... und ebenso gibt es genug Gründe in der Mitglieder-Zeitschrift des FVDMW zu inserieren und damit das Vorhaben zudem zu unterstützen. Die Media-Daten sind als Download ebenfalls unter „Förderverein“ zu finden. – Dort finden Sie auch eine Aufstellung unserer bisherigen Zeitschriften mit ihren jeweiligen Inhalten.

Stellenangebote - soweit vorhanden -

ab sofort unter „Informationen“ >>> „Info 15“

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