Zielsetzung der "Deutschen Museumswerft"

Das Ziel der „Deutschen Museumswerft“ ist - wie schon gesagt - der Erhalt von Kenntnissen im deutschen, aber auch internationalen Schiffbau, bzw. Bootsbau.

Mit seiner Gründung im Herbst des Jahres 2004 suchte der gemeinnützige „Förderverein Deutsche Museumswerft e.V.“ nach einem Standort für die zukünftige „Deutsche Museumswerft“. An der Küste zwischen Papenburg und Greifswald boten sich dazu verschiedene Kommunen für unser Vorhaben an, wie wir auch Gemeinden selbst angesprochen haben. Vor Ort überprüfte der Förderverein jeweils die Gegebenheiten nach Historie, Infrastruktur, potentiellen Besucherströmen, Wirtschaftlichkeit, Verkehrsan-bindungen und weiteren Kriterien der Markforschung. Bei daraufhin interessanten Orten erstellte der Verein zudem die erforderlichen standortbezogenen Planungen, incl. Zeichnungen und eigene Machbarkeitsstudien, aus denen sich grösstenteils ergab, dass diese für den Aufbau einer Museumswerft nicht geeignet waren.

Schon seit Ende 2004 hatte sich - parallel zu unseren eigenen Aktivitäten - die Wirtschaftsförderung des Bundeslandes Schleswig-Holstein („Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH“ = WTSH) in Kiel unter der Federführung des dortigen Herrn Jürgen Delfs intensiv um eine Ansiedlung der DMW in diesem Bundesland bemüht. Schliesslich führte dieses Streben im Sommer/Herbst 2006 zu einer sehr aktiven zusätzlichen Beteiligung der „Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH“ (KWL), um ein entsprechendes Grundstück für den Aufbau der „Deutschen Museumswerft“ in der Hansestadt zu finden. Uns wurde letztendlich ein über 5,2 ha grosses Grundstück an der Trave in unmittelbarer Nähe zur lübecker Altstadt angeboten. Hierbei handelt es sich um ein nicht in öffentlicher Hand befindliches ehemaliges Industriegelände (früher befand sich dort ein Werft-betrieb: „Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft“=LMG), auf dem sich bis zu ihrer Insolvenz vor rund 15 Jahren eine Firma namens „BATRA“ befunden hat, die dort 10 Jahre lang tätig gewesen war.

Nach einem vom FVDMW in Auftrag gegebenen kostspieligen Schallgutachtenden (Forderung des damaligen Leiters des Stadtplanungsamtes) stockten die ersten Kaufverhandlungen jedoch mit Beginn des Jahres 2007, da die Katasterpläne nach 1908 von der Stadt doppelt fortgeschrieben worden waren und zuerst wieder in einer rechtlich einwandfreien Version zusammengefasst werden mussten.

Der Insolvenzverwalter gab schliesslich im September 2007 ein Vorgutachten für eine nachfolgende Bodenuntersuchungen in Auftrag, welches uns allerdings erst nach rund 12 Monaten (!) vorlag. Die dann folgenden Verhandlungen zogen sich weiter in die Länge.

2009 wurde von einem das Vorhaben unterstützenden lübecker Architekten eine Bauvoranfrage bei der Stadt Lübeck eingereicht, die in allen von uns angefragten Positionen positiv beantwortet wurde.

Unser Verhandlungsführer, Herr Udo Bungert (Rechtsanwalt und Steuerberater aus Recklinghausen), vereinbarte danach mit dem Insolvenzverwalter einen 1.Verhandlungs-abschluss noch vor der boot 2010 in Düsseldorf, wobei ein entsprechende Schreiben uns aber schon kurz vor Weihnachten 2009 auf dem Tische lag. – Ende September 2009 gab es ausserdem eine offizielle Begehung des Grundstückes bezüglich eines mögliches Denkmalschutzes, deren „zeitnahe“ schriftliche Antwort der Förderverein Anfang Januar 2010 erhielt und darin ein Denkmalschutz für Gebäude oder Teilen davon ausgeschlossen wurde.

Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen, in denen wir immer wieder die kulturelle, touristische, wissenschaftliche und auch wirtschaftlichen Wichtigkeit der „Deutschen Museumswerft“ für unsere Tradition und für besonders Lübeck betonten, erhielten wir Ende Oktober 2010 endlich ein Schreiben der städtischen „KWL GmbH“ (als Liegenschaftsfirma der Stadt für Immobilien zuständig ist), in dem bekundet wurde, dass diese das Grundstücke aus der Insolvenzmasse kaufen und uns langfristig verpachten wolle (der Grund für den Kauf hat allerdings andere Hintergründe). Erst mit diesem Schreiben ist es dem alles vorbereitenden Förderverein möglich geworden, die erforderlichen Aktivitäten zu entfalten, um das Vorhaben „Deutsche Museumswerft“ von der Planungs- und Kalkulationsphase in die Realisierungsphase übertreten zu lassen.

Im Herbst 2010 lag uns auch eine komplettes Bodengutachten vor, zu dessen Auftrag sich der Insolvenzverwalter schliesslich doch durchgerungen hatte. Die darin festgestellten Kontaminierungen erwiesen sich jedoch nicht als derart gravierend (für das Vorhaben) wie im Vorgutachten vermutet worden war.

Kurz vor der boot 2011 im Januar, wo wir u.a. ein erstes Architekturmodell zeigen konnten und den Hauptspant der Adler von Lübeck auf einem Gross-Plakat (17,50 x 11,50 m!) präsentierten, ergab sich eine inzwischen sehr enge Zusammenarbeit mit den lübecker Architekten von „ppp-architekten“, die die gesamte nachfolgende Ausführungs-Planung und die Bauleitung übernehmen werden. – Ebenfalls hatten wir Kontakt zu „pro publico“ von der Uni Bremen aufgenommen, die von uns mit der Herstellung der wichtigen Machbarkeitsstudie beauftragt werden sollen. Das Team um Herrn Dr. Martin Mehrtens hatte uns dazu ein sehr detailliertes Angebot gemacht und die Beauftragung war für Anfang Juli vorgesehen.

Nach der Messe folgten Präsentations-Termine bei den Senatoren und dem Bürgermeister der Hansestadt, die Anfang Juni 2011 derart positiv abgeschlossen wurden, dass der Bürgermeister das Abfassen eines befürwortenden Schreibens zusagte – wenn denn die Machbarkeitsstudie positiv ausfallen würde (was nach bisheriger Auskunft der Fall sein wird). – Im gleichen Monat erfuhren wir, dass vom Insolvenzverwalter für den 19.07.2011. unerwarteterweise ein weiterer Versteigerungstermin anberaumt worden war. Das Ergebnis dieses Termines war, dass nicht die „KWL GmbH“ der Stadt Lübeck den Zuschlag erhielt (die sich erst gar nicht an der Versteigerung zum Erwerb des Grundstückes beteiligt hatte!), sondern ein Unternehmen aus Neustadt/Holstein.

Folglich mussten wir vorerst alle sonstigen Aktivitäten zurückstellen und auch die ersten guten Gespräche mit potentiellen Geldgebern unterbrechen und zuerst in die Verhandlung mit dem neuen Eigentümer eintreten. Dazu erfolgte Ende August eine Präsentation des Vorhaben in Neustadt und nachfolgend erste Gespräche mit dem neuen Eigentümer, der sich positiv zu dem Vorhaben äusserte.

Um für das weitere Vorgehen eine Klarheit bezüglich des Grundstückes zu erhalten, geht es nun als ersten Schritt um den Erhalt eines „letter of intent“ (LOI=Absichtserklärung) des neuen Eigentümers, in dem er sich u.a. grundsätzlich für das Vorhaben zu einer langfristigen Verpachtung des Grundstückes bereit erklärte. – Durch unverständliche Aktivitäten der Stadt Lübeck gegenüber den vorhandenen Industriebetrieben mit ihren über 250 Arbeitsplätzen auf dem westlichen Trave-Ufer, die sich dadurch in ihrer Existenz bedroht sehen (zu denen auch der neue Eigentümer zählt), ist derzeit jegliches Weiterkommen des Vorhabens unterbrochen worden.

Alle Beteiligten an dem Vorhaben und alle Unterstützer hoffen, dass die Stadt Lübeck sich der von ihr verursachten Situation, die jegliches Fortsetzung unterbindet, baldmöglichst bewusst wird, so dass der Aufbau der „Deutschen Museumswerft“ weiter fortschreiten kann.

(Fortsetzung folgt!)

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Auf dem grossen Areal befindet sich eine seit 1908 entstandene, jedoch renovierungs-bedürftige Bausubstanz von derzeit insgesamt rund 17.000 qm Nutzfläche. Unser lübecker Architekturbüro und wir rechnen mit einer Umbau-/Bauzeit von 20-24 Monaten, wobei ein Termin für die Eröffnung der Museumswerft noch nicht genannt werden kann, da es noch zu viele zeitliche „Unbekannte“ gibt. – Was die Finanzierung betrifft, so erfolgt diese über bereits angekündigte öffentliche Fördermittel (von Land, Bund, EU), durch private Spender und Sponsoren aus der Wirtschaft, von Stiftungen u.ä. und durch Investoren. Von der Hansestadt Lübeck wollen wir dagegen – wegen der angespannten Finanzlage der Stadt - keinerlei finanzielle Unterstützung, nur, dass die Stadt unsere Anfragen und Anträge so zügig bearbeitet, wie es für die Ansiedlung eines kaufmännisch handelnden gemeinnützigen Unternehmens (der zukünftigen „Deutsche Museumswerft gGmbH“) notwendig ist, welches eine grosse touristische, kulturelle und wissenschaftliche Bereicherung für die Stadt bildet und weit über 50 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen wird (in der Saison sind es dann wesentlich mehr). Die Hansestadt Lübeck ist dabei diejenige, die in allererster Linie den grössten Vorteil aus der Ansiedlung der „Deutschen Museumswerft“ in ihren Stadtgrenzen hat!

Neben den traditionellen Aktivitäten in den rund 20 real-tätigen Werkstätten und Läden soll dann zusätzlich auf der „Deutschen Museumswerft“ u.a. ein umfangreiches Projekt durchgeführt werden: der Nachbau der bekannten Galeone Adler von Lübeck im Originalverhältnis 1 zu 1 (siehe in dieser WebSite unter „Das Projekt“). – Eine weitere Aufgabe der DMW ist der Aufbau eines wissenschaftlichen „Internationalen Institutes für maritime Geschichte“ (IMG, z.Z. noch Arbeitstitel), welches in Verbindung mit einer europäischen Hochschule dann unter der wissenschaftlichen Leitung von zwei renommierten Historikern stehen wird (z.Z. erarbeiten diese bereits eine Konzeption für das Institut und befinden sich schon in Gesprächen mit einer entsprechenden Hochschule). In diesem Institut eingebunden sein wird das „Informations-Zentrum für den traditionellen Schiffbau“ (iZts), das sich nicht hinter dicken Türen verschliesst, sondern vielmehr auch allen sonstigen Interessenten offen steht und somit die Brücke zwischen der Wissenschaft und der interessierten Bevölkerung schlagen soll.

Die „Deutsche Museumswerft“ wird nach dem Um-/Neubau entsprechender Gebäude für ihre Besucher zukünftig am Standort u.a. Werftführungen und Seminare zu verschiedenen Themen durchführen und unterschiedliche maritime und andere Ausstellungen anbieten (die Leitung des Museums wird ein Schiffahrtshistoriker übernehmen, der dieses nach modernen museumspädagogischen Kriterien gestalten wird). Ein „MuseumsShop“, ein „SchiffsKontor“ und ein Museums-Restaurant und ein Café stehen den Besuchern dann u.a. ebenfalls zur Verfügung. Darüber hinaus organisiert und beteiligt sich die „Deutsche Museumswerft“ an unterschiedlichen Veranstaltungen, die die zukünftige DMW-eigene Abteilung „Marketing & Logistik“ im In- oder Ausland organisiert. – Ebenso wichtig ist das Herausgeben von verschiedenen Publikationen, wozu es bereits erste Gespräche mit deutschen Verlagen gibt. Die Arbeit an einem Jugendbuch der Autorin Beate Proffen über die „Deutsche Museumswerft“ ist inzwischen abgeschlossen und der Text wird z.Z. mit Grafiken illustriert (Druck: erst nach Klärung der derzeitigen Situation von 2011/2012 in Lübeck).

Auf der boot 2010 meinte ein Besucher, als wir ihm die Konzeption auf unserem grossen Stand u.a. anhand der ausliegenden Pläne detailliert darlegten, „dass die Museumswerft ja wie ein Uhrwerk aufgebaut sei“. Dieses ist vollkommen richtig und beschreibt das Vorhaben sehr bildhaft, denn die einzelnen Bereiche der DMW greifen alle ineinander, ergänzen und beeinflussen sich gegenseitig positiv. Durch dieses wirtschaftlich begründete Prinzip eines „Uhrwerkes“ lassen sich die Kosten im laufenden Betrieb nicht unerheblich verringern!

Die publikumsoffene und barrierefreie „Deutsche Museumswerft“, die zudem Ausbildungs-betrieb und ausserschulischer Lernort sein und auf der besonders auch auf Kinder und Jugendliche eingegangen werden wird, hat sich ebenfalls das Ziel gesetzt, Ansprechpartner für alle diesbezüglichen fachlichen Fragen zu sein und um zu helfen, damit u.a. das „maritime Netzwerk“ wesentlich enger geknüpft werden kann.

Aber bekanntlich „ist Rom nicht einem einzigen Tag gebaut worden“ und bei dem Vorhaben „Deutsche Museumswerft“ handelt es sich um ein sehr grosses Unterfangen, welches eben nicht so zügig umgesetzt werden kann, wie es sich die Initiatoren und die vielen bundesweiten Mitstreiter und Unterstützer anfangs gedacht und gewünscht haben. Dennoch kommt das Vorhaben „step by step“ voran. „Geduld“ hat sich dabei als eine Tugend erwiesen, die von einigen erst „erlernt“ werden musste, die aber unabdingbar erforderlich ist. Wer also den Umfang des vielfältigen Vorhabens nicht kennt, kann über die lange Zeit der Vorplanungen verständlicherweise schon skeptisch werden. Aus diesem Grund in der herunterladbaren pdf-Datei nachfolgend einige „Verklarungen“, damit eben niemand die Geduld verliert.


Das sind Gründe genug, um die DMW zu unterstützen!   –   Sprechen Sie mit uns!   -   Und wenn Sie Fragen zu unserem Vorhaben haben sollten, rufen Sie uns einfach an!

Weitere Informationen zur den Tätigkeiten auf der DMW

Hier erhalten Sie als Besucher dieser WebSite eine erste kurze Zusammenfassung über die vielfältigen Aktivitäten auf der zukünftigen „Deutschen Museumswerft“ und was in den einzelnen Bereichen vorgesehen ist, - wenn Sie denn diese pdf-Datei öffnen, bzw. sich herunterladen. Download